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[Goldene Kolumne] - Die Kunst zu spielen...

21.07.2010 (Wed), 18:00

Bin ich überhaupt noch fähig ein MMO zu spielen?

Willkommen zur 54. Ausgabe der [Goldenen Kolumne]. Nachdem Aca letzte Woche über die Anfänge sprach, grub ich auch in meiner magischen Truhe der nie veröffentlichten Beiträge und möchte ich mich nun einer anderen Frage stellen. Haben wir es noch drauf oder sind wir "anders" geworden?

Bemühen wir das Wikipedia erhält man auf die Frage was denn ein MMORPG überhaupt ist folgende Antwort:

"Hierbei wird ein fiktiver Spielcharakter in einer virtuellen Welt erstellt, der sich durch Interaktion (Gespräch/Handel/Kampf) mit den anderen Mitspielern oder durch computergenerierte Aufgaben weiter entwickelt."

Mein Charakter hat sich zwar weiterentwickelt, aber habe mich das auch und wenn ja wie?


Als Spieler eines MMO´s bemerke ich an mir selbst auf welchen festgefahrenen Schienen man oft entlangfährt. Daran musste ich denken als ich vor einiger Zeit diverse Postings über das immer wieder auftretende Thema Neuanfänger, Leveln, Highendcontent, dessen Vorurteile und teils auch berechtigte Vorwürfe las. Wie würde ein neuer Spieler die jetztige Welt empfinden? Ist es heute schwerer eine Gilde zu finden? Können Neuanfänger überhaupt nachvollziehen wie schwierig raiden früher war? Bekommen Anfänger zu wenig Unterstützung? Ist es für einen Neuen leichter zu leveln aber schwerer beim Endcontent mit zu raiden? Wie empfindet ein Neuling die jetztige Atmosphäre im Spiel, im Chat, im Mit- und Gegeneinander? usw...

Man könnte den ganzen Tag darüber schreiben was einen bewegt, welche Erfahrungen man am eigenen Leib erfahren musste oder einem diesbezüglich aufgefallen ist. Dann heißt es der Hersteller, die Programmierer und die Gamemaster gehen nicht auf den Kunden und dessen Wünsche ein oder machen alles noch schlimmer als vorher.

Auch mir fällt auf das ich mich nur noch ertrappe Daily Quests zu absolvieren oder nur noch zu den Highendcontentraids (was für ein Wort) einlogge. Aber auch das ich plötzlich meine Prinzipien über Bord geworfen habe und zu Angeln begann. Obwohl Angeln und Kochen doch kein Abenteuer bietet und bisher für mich nur Zeitverschwendung bedeutete... 

Immer öfter spiele ich allein. Komme mir vor wie in einem Offlinespiel, nur umgeben von hunderten anderen Spielern die wie ich auch allein spielen. Und das obwohl diese Art von Spielen als Gemeinschaftsspiel konzipiert wurden und manche Ziele eben nur gemeinsam erreicht werden können. Aber bis auf Raids, wo man darauf angewiesen ist, kommt kaum noch was zustande. Haben sich also die Community, die Spieler auch weiter entwickelt?








#1 | 21.07.2010, 12:03




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Selbst wenn man es wollte. Blizzard hat auch reagiert. Ich weiss nicht, ob du schon mal in den neuen Gebieten warst, aber mittlerweile ist folgendes der Fall:
- Ein Gebiet ist eine einzige grosse Questreihe
- Gruppenquests wurden abgeschafft (ebenso Elite-Gebiete), dafür die Elite mit Mechaniken und Events versehen
- Durch das starke Phasing, bei dem sich jetzt auch ganze Gebiete verändern, sieht man nur noch die Spieler, die grad gleich weit sind.

Ich habe das Ganze einem Nichtspieler erklärt und er fragte mich bloss verwirrt, was das denn noch mit einem MMO zu tun hat, es höre sich eher wie eine Kampagne für Solospieler an.

Er hat Recht.

Trotzdem machts MIR persönlich viel mehr Spass so zu spielen. Ausserdem ist es epischer geworden.
Aber das ist nur meine Meinung.

#2 | 21.07.2010, 14:16



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Das Thema wurde ja schon x-mal irgendwo diskutiert - natürlich immer mit unterschiedlichen Ansätzen. Leider lesen die Spieler, die nur auf Schnelligkeit und Erfolg aus sind und wenig Verständnis für "Nicht-Pro-Gamer" aufbringen solche Themen nicht bzw. äußern sich selten dazu.

- Solange aber niemand mehr die Geduld hat einem unerfahrenen Spieler Tips zu geben und lieber rummault/Gruppe verlässt...
- Solange solche Spieler immer wieder gleichgesinnte finden...
- Solange das Gruppenspiel außerhalb der Raids nicht wieder gefördert werden...
- Solange geduldige Spieler keine Möglichkeit haben andere geduldige Spieler zu finden...
... wird sich nichts ändern. Solange werden auch die Spieler, die das Gruppenerlebnis vor den Erfolg und das schnelle Weiterkommen stellen sich weiter in kleinen Interessengemeinschaften "verkriechen".

Man sieht immer wieder Aufrufe von Gildenmeistern, die eben so etwas suchen. Allerdings krankt es daran, dass nur wenige Spieler diese Art zu Spielen auch lange durchhalten. Irgendwann kommt bei den meisten dann doch die Itemgeilheit durch.

Schade. Aber jeder Mensch hat natürlich auch seine eigenen persönlichen Ziele. Ist nur die Frage, ob man die nicht zu Gunsten eines netten Gruppenspiels etwas zurückstellen kann...

Grüße

#3 | 21.07.2010, 14:17





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Ich spiele keine Beta, also kenn ich keine "neuen" sondern nur die alten Gebiete ...

Gruppenquests fand ich Klasse, da dadurch Spieler auch ausserhalb von Raids zusammengefunden haben und nur gemeinsam eine Lösung für ein Problem finden konnten. Hier könnte man wieder Akzente setzen, z.B. das ein Spieler etwas bedienen muss während andere Ihn beschützen. Mittlerweile jedoch rushen Chars auch diese alleine durch, aber alles hat seine positiven und negativen Seiten.

Phasing sehe ich etwas differenziert, akzeptiere die Lösung jedoch als Mittelweg. Fürs Questen soweit okay aber irgendwann entsteht dadurch eine elitäre Umgebung, d.h. das Spiel entwickelt eine vorbestimmte Dynamik mit der man sehr gut Massen leiten kann, wie es z.B. bei den Hodir der Fall war. Hier denke ich das man mit Schwerpunkten besser agieren könnte. Die nächsten 2 Monate z.B. Schwerpunkte auf diverse Klassen, Rassen oder Völker setzen, was auch der spielerischen Indivdualität zu gute kommen würde...

Und wenn Du jetzt schon findest das es epischer geworden ist, dann erlaube mir die Frage: was zeichnet für Dich Episch aus? Spiele wie MassEffect oder DragonAge geben dem Spieler auch ein episches Gefühl, also was unterscheidet da ein MMO dazu?

Kommt es an das Gefühl ran gemeinsam mit anderen Ragnaros/Arthas/Eventboss besiegt zu haben oder durch die Hilfe von Hundert Mitspielern Thunderfury endlich in den Händen zu halten, die sich mit Dir gemeinsam über dieses Erlebnis freuen? (Erst vor kurzem wurde ich wieder von einem Mitspieler darauf angesprochen, wie cool und unvergesslich es war das damals bewerkstelligt zu haben.)

Hmmm... ich bin schon wieder so negativ eingestellt... ^^

Meine Geschichten haben aktuell
#4 | 21.07.2010, 15:40




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Wie gesagt, meine Meinung. Und ich bin ein Einzelgänger, war ich schon immer. Wenn ich mit wem zusammen level (was ich auch schon gemacht hab), ist das zwar lustig und alles, aber früher oder später brauch ich wieder meine Ruhe. Und jeder hat halt nicht immer Zeit, wenn der andere Zeit hätte.

Ich bin schon lange mit den gleichen Leuten in einer Gilde, aber das Zusammenspiel ist in mehr in den Raids und in den 80er-Inis vorhanden. Ich kenne praktisch niemanden, der mit wem zusammen levelt und das 80 Levels durchhält - es sei denn es ist ein (Ehe-)paar, die sich sowieso schon im Alltag koordinieren (müssen).
Und das geht nach wie vor, nur muss man eben auf dem exakt gleichen Queststand sein, da man sich sonst u.U. gar nicht mehr sieht.

Und was die Gruppenquests angeht: Wenn ich in 1/100 Gruppenbildungen keine DPS-Gearscore-Typen in der Gruppe hab, dann nenn ich das mittlerweile schon Glück. Ganz abgesehen davon, dass man erstmal Gruppen finden musste, was zwar am Anfang eines Addons kein Problem ist, beim x-ten Twink (und ich twinke gerne) kann man die Quests gleich liegen lassen. Und sich von einem 80er helfen lassen, macht kein Spass, da zieh ich ein Event, was Anspruch hat, aber eben solo geht (so wies jetz in Cata gelöst ist), vor.
Man zieht sich also automatisch zurück und spielt das Spiel so, wie mans gerne hätte. Und wenn ich Gruppenspiel will, weiss ich, wen ich fragen kann dafür - und ganz bestimmt nicht den Allgemeinchannel.

Da ich nie in einer Topraidgruppe war und sein werde, kann ich die Frage nach MC und Co. nicht beantworten. Aber das will ich auch nicht. Ich raide momentan 3 Tage, weil ich mich noch einem 25er angeschlossen habe und es ist mir eigentlich schon zu viel. Da ich aber Arthas mal noch sehen will, werd ich das wohl bis Cata mal durchziehen.

Für MICH persönlich ists ein wesentlich epischeres Erlebnis. Sicher, ich könnte nach dir auch ein Solospiel spielen, aber dann würd mir meine Gilde fehlen, die Inis, die Raids und welches Spiel bietet so viel wie WoW und wird ständig erweitert?

#5 | 22.07.2010, 14:02




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unverschämte und unfreundliche Leute gab es ja schon immer, fragt sich warum es jetzt soviel mehr sind oder sie mehr auffallen als früher.

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