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Im Zeichen des Drachen, Kapitel 8

13.12.2010 (Mon), 08:00

Nach ihrem Entkommen aus Azjol'Nerub eilen unsere acht Helden weiter in Richtung Dalaran. Werden sie die Stadt der Magier rechtzeitig erreichen?

Im Zeichen des Drachen, Kapitel 8

 

Agmar's Hammer, Drachenöde...

Die bunte Truppe Schritt in die Festung. Dort herrschte reges Treiben. Viele Krieger der Horde waren dem Ruf ihres Kriegshäuptlings gefolgt und versammelten sich nun um der Geißel hier im eisigen Norden die Stirn zu bieten. Der Anblick war wahrlich atemberaubend.

Hunderte Zelte und Hütten und abertausende Streiter tummelten sich in und um die orkische Burg. Aber nicht nur die Horde war hier vertreten, auch Taunka, die Eingeborenen dieser Welt, welche wohl von den Tauren abstammten waren hier zahlreich vertreten.

Siloxis und seine Gefährten marschierten durch das große Tor der Feste. Der Krieger war erstaunt über die Menge an Horde-Kameraden die hier lagerten. Die Taunka Ureinwohner hatten fleißig provisorische Hütten errichtet um der Armee ein festes Dach über den Kopf zu garantieren. Ständig konnte man das monotone Hämmern hören, wenn Arbeiter und Helfer an den Hütten bauten.

Der gemischte Trupp trat mit ihren Reittieren an der Hand durch das große Tor im Westen. Sie banden die Tiere an.

„Okay Leute, erledigt was ihr zu erledigen habt. Ich gehe schnell zum Kommandant der Festung.“, wies Siloxis seine Mitstreiter an.

Der Anführer schritt in das Haupthaus. Dort stand ein hoch gewachsener Ork der gerade mit einigen anderen orkischen Soldaten über irgendetwas sprach. Je näher Siloxis kam desto mehr schnappte er vom Gespräch auf.

„Kriegstreiber, wie unsere Späher berichten bewegt sich Naxxramas beständig weiter gen Norden. Es scheint als würde Kel’Thuzad seine Nekropole nach Eiskrone versetzen!“, grunzte der Erste.

„Was hat der Lich vor?“, der Kommandant verschränkte die Arme vor der Brust und nahm zum ersten Mal Notiz von Siloxis: „Ah Siloxis, Held der Horde, ich habe bereits Euer Kommen erwartet!“

Der Krieger ging nun heran und grüßte.

„Lasst uns zum Feuer gehen, dieser Kontinent ist höllisch kalt.“, sagte der Festungsführer.

Still stampfte Siloxis hinterher.

„Ich habe Order von Thrall höchst selbst bekommen, ich solle euch PRONTO nach Dalaran bringen. Leider sind diese Magier dort draußen zu blöde ein Portal aufzureißen. Sie meinen sie werden von irgendetwas gestört. Aber Alextraza hat zugestimmt uns ein paar ihrer Drachen zur Verfügung zu stellen. Ihr sollte mit ihnen in weniger als einem halben Tag in Dalaran sein.“

„Sehr gut, es eilt. der Feind schläft nicht und wir müssen Arthas endlich das Handwerk legen bevor es zu spät ist.“

Siloxis’ Gegenüber nickte nur. Zu Zweit gingen beide nun hinaus und Siloxis wurde zu den Drachen geführt. Langsam fanden sich auch wieder die Gefährten unseres Grünhäuters ein.

„Okay Planänderung: Es wird nicht per Portal gereist wir müssen fliegen!“

„Warum das denn?“, fragte Kyrea.

„Ich tippe mal darauf dass die Magier gestört werden.“ schloss Delcaer: „Wird eigentlich mittlerweile immer gemacht wenn die Geisel etwas Größeres macht. Dazu verwendet man ein Seelenauge, ein mächtiges Artefakt womit man Dinge wie Portale oder Mentale Kommunikation stört.“

Caligula verschränkte die Arme und brummte: „Verdammte Untote, ich dachte die wären Hirnlos?“

Siloxis schloss: „Einerlei, wir können nichts dara…“

Der Krieger wurde herbe unterbrochen als ihn ein Blitzschlag von hinten nach vorne schleuderte. Fluchend ruderte er nach vorne und fand Halt, wirbelte herum mit erhobenem Schild um den nächsten Angriff sofort blocken zu können.

Er erwartete einen Geiseldiener, doch was er sah verblüffte ihn. Eine Taurin stand wutentbrannt 15 Meter von ihm entfernt und fokussierte bereits einen neuen Zauber.

„VERFLUCHTER MÖRDER, BRENNEN SOLLST DU VERDAMMTER BASTARD!!“, brüllte sie.

Doch der Zauber kam nicht zu Ende, mit einer Wortlosen Geste blockierte Caligula den Zauber. Verdutzt sah die Taurin auf die leeren Hände wo gerade eben noch Blitze zuckten.

Ghashrukh sprintete heran, trat der Taurin ins Knie was sie sofort auf selbiges zusammenbrechen lies, blitzschnell zog er seinen Dolch und setzte ihn an die Kehle seines Zieles.

„Nenn mir einen Grund wieso ich dir nicht sofort den Hals aufschneiden soll!“, fauchte der Schurke.

„VERFLUCHTER MÖRDER SO KOMMST DU NICHT DAVON!“, brüllte sie wieder.

Siloxis war verdutzt und verärgert zugleich. Doch er beherrschte seinen Zorn: „Ich habe mich keines Verbrechens schuldig gemacht Taurin. Aber wenn ihr eine Anschuldigung vorzubringen habt dann redet rasch bevor Ghash euch tötet!“

Die Taurin wehrte sich nicht mehr. Ghashrukh’s Klinge hielt sie in Schach.

„Du hast meinen Bruder getötet!“, schrie nun die Taurin wieder.

„Ich versichere dir dass Siloxis niemanden getötet hat, außer er war Anhänger der Geißel.“, keifte nun Karahna.

Der Krieger musterte die aufgebrachte Taurin genauer. Plötzlich viel ihm ein Amulett auf das um ihren Hals hing. Er kannte es. Aber Woher? Siloxis grübelte, dann fiel es ihm ein: Feuerhuf. Niedergeschlagen senkte Siloxis seinen Schild und ging ein paar Schritte auf seine Angreiferin zu. Dann setzte er sich vor sie.

„Feuerhuf, du meinst Feuerhuf nicht wahr?“, seufzte Siloxis: „Ich habe ihn nicht getötet junge Taurin. Arthas tötete ihn. Ohne mit der Wimper zu zucken. Er wollte mir helfen und bezahlte seinen Mut mit seinem Leben.“

Als auch den Rest der Gruppe die Erkenntnis traf um wem es hier ging, konnte man sichtlich erkennen wie die Stimmung sank. Der junge Tauren Schamane war der Gruppe schnell ans Herz gewachsen in der kurzen Zeit die er der Truppe angehörte. Sein Ende war ein grauenvolles Schauspiel gewesen in dem der Lichkönig gezeigt hatte, wie schnell und effizient er töten konnte. Als Siloxis vor Wochen geschlagen am Boden gelegen hatte, war der Taure herangestürmt um seinen Anführer zu beschützen. Ob es Mut oder Dummheit war was ihn damals getrieben hatte, vermochte keiner zu sagen, dennoch war jene Geste die er zeigte als er versuchte sich schützend zwischen Siloxis und Arthas zu stellen ein Symbol für die Gruppe geworden. Bis zum bitteren Ende und im Angesicht des Todes für die Schwachen und Wehrlosen einzustehen, auch wenn es das Leben kosten sollte.

Siloxis stand nun wieder auf stellte sich direkt vor die Taurin und legte eine Hand auf ihre Schulter. Nach einer kurzen Pause sagte er schließlich: „Dein Bruder war einer der ehrbarsten Krieger der Horde. Sein Tod ist heute noch ein tiefer Stich in mir, noch mehr dass ich ihm nicht helfen konnte. Aber ermordet habe ich ihn nicht.“

Feuerhufs Schwester sah Siloxis an und erkannte die Wahrheit in seinen Worten. Eine einsame Träne rollte das pelzige Gesicht herunter. Der Krieger konnte ihr nachfühlen was sie empfand.

Ghashrukh entspannte sich nun und nahm den Dolch weg.

Alle Umstehenden konnten Siloxis innere Zerrissenheit fast förmlich anpacken. Sie wussten wie ihm zumute war. Einst hatte er auf sein Blut geschworen alle mit seinem Leben zu beschützen. Auch ihren Gruppenneuling Feuerhuf hatte er unter seine Fittiche genommen.

Der Krieger drehte sich um und hob seinen Schild auf der am Boden lag. Diesen befestigte er dann auf seinem Rücken. Stumm verfrachtete er sein Gepäck während die Umstehenden betreten zu Boden sahen oder einen anderen Punkt fixierten. Nun stand die Taurin endlich auf und ging langsam wieder auf Siloxis zu.

„Ich… Ich… Es tut mir Leid euch fälschlicherweise beschuldigt zu haben Siloxis.“, flüsterte die Taurin: „Aber darf ich euch bitten mich mit zu nehmen? Der Tod meines Bruders schreit nach Rache.“

Der Angesprochene schloss die Augen. Schließlich nickte er langsam aber deutlich.






#1 | 13.12.2010, 08:26




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Hallo zusammen,

ein weiterer Teil der Geschichte um Siloxis und seine Kameraden ist veröffentlicht und ein neuer Teil der die Handlung weiter in Richtung Eiskronenzitadelle treibt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim schmökern.

Auch weiterhin gilt, Konstruktive Kritik, Lob oder Tadel sind gern gesehen

Gruß Siloxis
#2 | 13.12.2010, 16:30



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wie immer sehr schön geschriebe weiter so

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