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Erinnerungen

17.11.2009 (Tue), 09:00

Prolog: Die nachfolgenden Zeilen sind aus einer längst vergangenen Zeit, aber es war mir ein Bedürfnis, sie hier zu posten, als Erinnerung an eine liebe Freundin.



Nebel der Vergangenheit
Ich möchte euch erzählen von einer Begebenheit, 
einer Zukunft, 
einer Dämmerung am Abend. 
Einem Nebel der das Geisterreich rief. 

Es lockte mich fort, 
weit fort von aller Trauer und allem Leid 
und lauschte dem Wispern im Nebel. 

Einsam an einem frühen Abend saß eine Elfe auf einer Klippe 
und sah die Abendsonne untergehen in den Meeren der Unendlichkeit. 

Sie tänzeln und tanzen in Windeseile auf dem Meeres Spiegel, 
die letzten Strahlen einer Sonne, die ich kaum mehr sah. 
Einsam brachen sich die Sonnenstrahlen auf dem Meer, 
einem Meer das ein Spiegel meiner selbst ist, 
leer und weit. 

Einsam und allein stand eine Elfe auf der Klippe 
und schaute in der Ferne in die Sonne, 
die sich dem Abend näherte, 
wie ein Traum … 

… wie ein unermesslicher Schmerz ergriffen mich diese Strahlen 
und trieben mich immer weiter mit meinen Gedanken ins Nichts. 

Die Tiefen in diesen Meeren, 
so unvermessen weit 
und schön wie einst meine Gefühle. 

Spöttisch hörte ich die Worte von vielen, 
sie lachten und dachten sie wären unfehlbar, 
sie wären einst die Geschichte 
doch haben sie nicht diesen Abend gesehen, 
einen Abend an dem sich manches zugetragen hat. 

Einsam schaut man auf die Bäume von den Klippen herab 
und beobachtete, wie der Wind sich in diesen fing, 
in dem stillen Geäst. 

in dem schönen Nebel der sich um einen legte 
eisig kalt und doch geborgen 
suchte man diesen auf, 
den Nebel der sich fing 
im tiefen Geäst. 

Unten sich die Schlangen gewunden haben im Gras, 
sich seitlich windend von Halm zu Halm 
und sich langsam fortbewegen von diesem. 

Einst konnte man aus dem Traum erwachen, 
nur welcher Traum ist Wahrheit? 
Welche Wahrheit unvergänglich? 
Die Gedanken, die eine Lüge aufrechterhalten, 
die einst diese Asche fort trugen 
und sich dann anschauten. 
Diese Gedanken waren nah 
und doch so fern. 

Die Wälder die sich fragen, 
die einst die Geschichte erlebten, 
und ein stilles Raunen sich in diesem Traum auftat, 
und meine Asche, 
die einst überblieb im Wind hinfort trug. 

Alles was die Elfe mochte und mag wurde genommen, 
genommen von all jenen, 
die meinen sie wären unfehlbar. 

Sonnenglanz sich brach in weiter Ferne. 
Ein Zauber der die Welt verändert 
und doch nicht 
wie einst soviel zeigen 
wird wie es einst war, 
die Flammen die glühten sind erloschen 
und es blieb Kälte. 

Kälte wo einst Liebe war. 
Liebe die einst unermesslich, 
zu manchen Dingen die leider in einer Lüge geendet sind, 
saß die Elfe auf der Klippe und schaute dem Vogel zu, 
der sich im Wind auf und ab bewegte 
und sich in den Nebel stürzte 
und wieder sanft auftauchte, 
wie einst ein Vogel aus längst vergessener Zeit. 

Wie ein Zauberband 
welches die Elfe umschlossen hat 
tauchte er wieder auf 
in den letzten Strahlen der Sonne, 
tanzte wie auf einer Feuersglut auf und ab 
im Wiegenlied des Windes auf und nieder, 
in der Sonne, die so Rot schien wie Blut. 

Und so hörte man die Elfe 
leise vor sich hinreden, 
beim Betrachten des Vogels im Sturm. 

So webe ich ein Netz 
Mit rotem Faden 
Der aus mir selbst entspringt 
Ich webe euch Mütter, Schwestern, 
Wächterinnen des Blutes 
Tief in mir 
Die stimmen meiner Ahninnen 
Stimmen meines Blutes ich folge dem roten Fluss 
Tief und tiefer 
Zurück zum Anfang 
In eine andere Welt 
Als alles eins war 

Und so lege das Banner ab, 
das ich einst so mochte, 
lege den Ring meiner Ehe ab, 
wofür ich einst kämpfte – 
doch leider habe ich diesen Kampf verloren. 
Diesen Kampf der Liebe, 
aber es scheinbar nur ein Weg des Friedens in mir geben kann, 
ein Anfang mit einem Ende gleich. 

Ein Ende 
das leider so ist wie es ist, 
zurück zu diesen Anfängen die man einst nannte 
mit einem Wort erschauert ist bei diesem Gedanken, 
voller Sehnsucht schaute man einst immer tiefer und tiefer 
doch wie tief kann das Herz fallen 
wie tief kann man glauben 
und nicht verletzen. 

Die Elfe kann es nicht und legte ihr Banner ab 
das sie einst mit Würde und Stolz getragen hatte. 
So geht nun diese Elfe auf die Suche nach ihrem Weg 
und lauscht dem stillen Raunen 
im Nebel ihre Wege suchend, 
ihren Weg zu sich selbst zu finden, 
und diese Wege die es einst waren, 
die sie ausmachten, eine Elfe, die an das glaubt was man sieht und fühlt , 
nicht geplagt von Sorgen und Zweifel 
die man auferlegt bekommt. 
Es sind die neuen Wege 
die man gehen muss oder soll, 
ansonsten ist man ein Schatten, 
ein Schatten seiner selbst. 

Ein Schatten den sie lange mit ging 
doch leider nun sein Ende des Weges erreicht hat. 
Wie ein Feuervogel an seinen Federn, 
seine Augen rot leuchtend schien ihr wie einst ein Licht, 
doch war es ein Verbrennen im Nebel, 
das nicht mehr aufhörte. 

Ein Brennen in dem Herz der Elfe, 
das sich eingeschlossen hat 
und sie verzehrt 
von jenem Moment an, 
den sie weiterging 
verzehrte es sie selbst. 

Ein stilles, leises Raunen aus dem Nebel hervorgeht 
und ruft die Schönheit der Seele 
die einst in ihr war – lass sie wieder frei. 

Frei von allem Kummer und Leid 
lass sie frei die Flammen die dich verzehren 
und komme in diesen Nebel der Geborgenheit, 
den man Zuflucht nennt 
und erhebe dich aus diesem 
wie eine neue Elfe. 

Wie ein Traum aus längst vergessener Zeit 
erhebe dich aus diesem, 
lasse die Asche zurück wie ein stiller kalter Schmerz, 
lasse deine Asche hinfort treiben in den Winden, 
blicke nicht zurück in den Abend, 
blicke in den Mond, 
wie ein Kuss auf deinen Lippen 
wird er dich umwerben. 
Wie ein Gespenst wird er bei dir sein, 
ein kalter Kuss, der eine Zukunft hat. 

Eine Zukunft unter einem neuem Wind, 
ein Wind der sich unter mir erschließt, 
segle ich nun hinfort 
in diesen Abend. 

Abgelegt von allem was einem so lieb war 
um neue Wege aufzuschließen, 
auf diese Art und Weise, 
auf dem Wind segeln 
der mir neue Kraft gibt und neuen Mut. 

Wie ein Zauberband, 
das einst die Welt umschloss 
werde auch du wieder die Elfe, 
die an das glaubt, 
an das sie einst glaubte. 

Verlasse nicht deinen Glauben, 
verlasse die einst tanzenden Flammen, 
die hinter dem Vogel waren, 
verlasse sie und folge deiner Seele, 
die du einst in dir hattest. 

Erhebe dich hoch und höher 
und gleite wieder auf diesen Winden, 
die einst so unbeschreibbar schön waren. 

Und nehme Abschied von allem, 
das dir einst lieb und teuer war. 

Abschied von allem 
was dir einst so viel bedeutet hatte.

Epilog

Andächtig liest sie die Zeilen die die Elfe so sehr bewegten. 

Nach einer Zeit des Nachdenkens 
über das geschriebene 
öffnet sie langsam ihre Augen 
und blickt etwas blinselnd 
in das gleißende Licht 
der Sonne über Darnassus. 

Sie hatte verstanden 
was ihre Freundin so sehr bewegte, 
sie versuchte ihr die Hand zu reichen – 
streckte sie hinein in den Nebel um ihr Halt zu geben, 
sie aus dem Nebel zu ziehen – verzweifelt, 
als sie erkennen musste, 
das der Nebel zu dicht ist, 
zu dicht als das sie ihre Hand hätte sehen und erreichen können. 

Sie gab nicht auf reckte sich so weit sie konnte – doch vergebens, 
sie konnte ihre Hand nicht finden, 
zu düster zu mächtig waren die Nebelschwade. 

Erschöpft, betroffen und von den Emotionen geschüttelt lehnt sie sich zurück, 
blickt in die Abendsonne über Azeroth voller Verzweiflung. 

Doch plötzlich sah sie einen Schatten, 
einen Umriss aufsteigen am Horizont. 

Sie kneifte die Augen etwas zusammen 
um dem gleißenden Abendlicht entgegen zu sehen 
und sie konnte erkennen 
was dort vor ihren Augen am Horizont seine Kreise zog – 
es war ein Feuervogel, 
er schien zu brennen im gleißenden Licht der untergehenden Sonne. 

... er entfernte sich ... 
nur noch schwach war er zu erkennen, 
doch es schien als tänzelte er, 
er schien aufzusteigen in die Freiheit ... 
er flog in die Freiheit, entfernte sich langsam aber stetig ... 

Sie blickte dem Tanz des Vogels nach 
bis er endgültig in den Schatten der Nacht verschwand 
und mit ihm eine Elfe, die er mitnahm auf eine Reise ins Ungewisse. 

Traurig, und doch mit Glück erfüllt, 
glücklich zu sehen wie der Vogel in die Freiheit aufstieg – 
er Aufstieg und unaufhaltsam alles hinter sich lies. 

Mit einen Lächeln auf den Lippen 
und Tränen in den Augen 
saß sie noch lange an jenem Ort, 
an dem sie all dies erlebte. 

Noch lange Zeit blickte sie ins Abendlicht, 
bis dieses von der Nacht 
und den Sternen am Firmament verdeckt wurde. 

Sie sah eine Sternschnuppe 
über da Firmament gleiten – ein Zeichen, 
das sie die Hoffnung nie aufgeben darf, 
in der Hoffnung, 
das der Feuervogel eines Tages zurückkehren wird, 
dahin, wo alles begann. 

Gez. 
Velocity Laeticia Nandíel









#1 | 17.11.2009, 11:29





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Sehr schön, in Versform, blumig und für meinen Geschmack etwas zu weit "gefühlsheuchelnd verziert". Die Länge ist es auch die für diese Art der Versform etwas störend ist. 

Vielleicht hier und da etwas kürzen, ein paar Wiederholungswörter ausmerzen, (Synonyme für Nebel, Elf) und vielliecht mal versuchen die einzelne Verslänge noch stärker ausweiten.

Aber ansonsten nicht schlecht, wenn auch etwas zu tiefgründig...

Meine Geschichten haben aktuell
#2 | 17.11.2009, 14:55




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Huhu,
diese Geschichte ist mehr als nur tiefgründig und hat sich wirklich ergeben,
denn auch nur dann kann man so authentisch schreiben.
Es war meine schönste und zugleich traurigste Zeit in WoW.

Sie hat so tapfer gekämpft, bis zu letzt, aber sie hat den Kampf verloren und
ich damit meine beste Freundin und Vertraute ... ich vermisse Sie so sehr

Und das schlimmste: Schuld daran, dass sie damals aufgegeben hat,
waren eine Hand voll emotionaler Vampire – Egoisten, die Sie dahin
gebracht haben.

Vel




#3 | 17.11.2009, 18:20




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Ich hab grad nicht die Zeit mir alles durchzulesen, aber beim durchscrollen ist mir eine Zeile sehr unangenehm ins Auge gesprungen

"... sie kneifte die Augen zusammen..."

autsch...

#4 | 17.11.2009, 18:40




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ops edit*^^

zu spät gelesen das um rl geht ^^

Ich wäre lieber reich als sexy ... aber was soll man machen.
#5 | 18.11.2009, 11:12




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Sonst hast du sicher keine Sorgen @Cadlina ...
Wenn ich mal wieder etwas veröffentliche schicke ich es dir vorab zum redigieren ...

LG Vel
#6 | 18.11.2009, 20:10




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Poste ja nicht soo oft was, aber nach den ersten Zeilen war mir klar....das kann nur mit RL zu tun haben.
Ok, es ist vlt nicht rechtschreibtechnisch einwandfrei, es mag vlt auch zu lang sein, es mag vlt was auch immer sein................es ist sehr gefühlvoll und ehrlich geschrieben, es kommt vom Herzen und das merkt man beim lesen.

Lass alle kritisieren wie sie wollen ( auch wenns nicht böse gemeint ist), ich finde es einfach schön wenn man seine Gefühle so niederschreiben kann.

LG Daddy


#7 | 18.11.2009, 20:43




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 Danke Daddy :o)
#8 | 20.11.2009, 10:43




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Wundervoll geschrieben!
Ob eine es kritisieren mögen oder nicht, zu meinem Teil empfinde ich den Text sehr mitreissend... Ich könnte mir sehr gut vorstellen das der  Text sich auch in einem Musical gut machen würde.

Grüße von Lill

#9 | 26.11.2009, 16:31




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 Danke Lill
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